Badlands NP

Weitere Informationen erhaltet ihr beim
Nationalpark Service

Unterkünfte gesucht? Guckt mal hier: Lodging near Badlands

Man nennt sie "the wall" - sie zieht sich wie eine mächtige natürliche Sperrmauer 100 Meilen weit über die trockenen Ebenen South Dakotas hin - eine Mauer, die vom Wasser in bizarre Spitzen und verschlungene Gräben zerlegt wurde. Wer die niedere Prärie durchquert, kann sie nicht übersehen. Es scheint, als gehöre dieses Felsengebilde nicht hierher...

Viele werden die Badlands, die zum größten Teil im Badlands NP liegen, nicht unbedingt als schön empfinden. Aber etwas großartiges und theatralisches haben sie doch an sich. Sie sind farbenprächtig (wenn auch nicht so wie der Bryce Canyon) und wirken ein wenig unwirklich. Seit 1939 ist das Gebiet bereits National Monument, 1976 wurde der Stronghold District (South Unit) dem Park einverleibt. Dieses weite Gelände gehört den Oglala Sioux. Eine ihrer heiligsten Stätten liegt nun im Schutz des Parks. Am Stronghold Table fand 1890 der letzte "Ghost Dance" statt, wenige Tage vor dem Massaker bei Wounded Knee (ca. 25 Meilen weiter südlich), bei dem hunderte von Sioux ums Leben kamen.

Der Badlands NP wurde am 10.11.1978 gegründet und umfaßt heute 989 Quadratkilometer. Er ist ganzjährig geöffnet, wobei es im Winter bitter kalt werden kann. Im Sommer liegen die Temperaturen dagegen bei fast 38° Celsius.

Der "klassische" 1-Tages-Besuch verläuft über den 89 Meilen langen "Badlands-Loop". Vom Northeast-Entrance auf Hwy 240 aus kommt man in den Park hinein. Den ersten Stop sollte man am Big Badlands Overlook einlegen. Es gibt an der Strecke jede Menge Kurzwanderungen und Lehrpfade. Im Cedar Pass Vistior Center kann man sich mit Informationen zum Park und zu Wanderungen und Wegezuständen eindecken.

  

Vom Pinnacles Overlook (sehr sehenswert!) sind wir in eine unbefestigte staubige Straße in den Nordwestteil des Parks abgebogen. Nach einigen Meilen "Durchschütteln" dachten wir schon, daß das keine gute Idee war, doch dann entdeckten wir einen Prairie Dog Town an der Strecke. Hier sind einige unserer schönsten Tierfotos entstanden!

 

Selbstverständlich sollte man nicht versuchen, nach diesen süßen Nagern zu greifen, denn sie beißen durchaus auch zu und sind außerdem Krankheitsüberträger. Jedoch haben wir uns langsam und vorsichtig Schritt für Schritt unter die "Bevölkerung" gewagt, um uns letztendlich mitten unter ihnen auf die Prärie zu setzen. Es waren wunderbare Augenblicke, die possierlichen und wachsamen Tiere so aus der Nähe zu beobachten - Augenblicke, die zu meinen schönsten Erinnerungen zählen! Aber wir haben auf dieser Strecke auch Bisons entdeckt, die in einer Reihe hintereinander durch die Prärie zogen...

 

Die South Unit des Parks (Stronghold District) haben wir damals leider nicht besuchen können. Aber das war ja auch unser erster Besuch in den Badlands und ich hoffe, daß noch einige folgen...

Übernachten kann man innerhalb des Parks in der Cedar Pass Lodge oder außerhalb im Städtchen Wall. Wer außer den Badlands noch andere Sehenswürdigkeiten der Gegend besuchen will (Mount Rushmore, Black Hills, Custer State Park, Wind Cave NP, Wounded Knee), der sucht sich am besten ein Motel in Rapid City. Hier ist die Auswahl groß und man hat einen guten Ausgangspunkt in alle Richtungen.